Vorlesungsverzeichnis Studienabschnitt-II

Vorlesungen Sommersemester 2018
(Beginn: 09. April 2018)

 

Dogmatik – Dozent: Prof. Dr. Christoph Binninger

Sakramentenlehre II                                                                                                   Um das Werk des Heils zu verwirklichen, ‚ist Christus seiner Kirche immerdar gegenwärtig, besonders in den liturgischen Handlungen… Mit Recht gilt also die Liturgie als Vollzug des Priesteramts Christi; durch sinnenfällige Zeichen wird in ihr die Heiligung des Menschen bezeichnet und in je eigener Weise bewirkt…‘ (SC 7) Die Sakramente Christi vermitteln somit den Menschen das Heil: die Gemeinschaft mit Gott und allen Erlösten.                                                                                    Die Vorlesung stellt die Heilsbedeutung der Sakramente Ordo, Ehe und Krankensalbung dar. (2 SWS)

Literatur:                                                                                                                         HDG IV 1a und HDG IV 1b.                                                                         KASPER, W., Zur Theologie der christlichen Ehe, Mainz 1976.                                                                                                                        MUßNER, F., Der Jakobusbrief, Freiburg/Br. 19752.           RATZINGER, J., Opfer, Sakrament und Priestertum in der Entwicklung der Kirche, in: Catholica 26 (1972) 108-125.                KKD VII.                                                                                                                  MÜLLER, G.L., Katholische Dogmatik, Freiburg/Br. 19983, 628-768.

 Grundzüge einer katholischen Eschatologie                                           Jeden Tag gehen wir unserem eigenen Tod entgegen. Er kommt – unausweichlich. Was aber dürfen wir hoffen? Die Frage nach einem Leben nach dem Tod wird bei vielen Menschen ausgeklammert oder mit Hilfe synkretistischer Elemente beantwortet. Was aber lehrt die katholische Kirche über das Leben nach dem Tode? Was bedeuten „Tod“, „Fegfeuer“, „Himmel“ und „Hölle“, „Auferstehung der Toten“, „Jüngstes Gericht“ usw.? (2 SWS)

Literatur:                                                                                                        RATZINGER, J. Eschatologie. Tod und ewiges Leben, Regensburg 19782.                                                                                                                      MÜLLER, G. L., Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis, Freiburg/Br. 19983, 516 – 579.                                                                Handbuch der Dogmengeschichte IV, 7a – d.                                  SCHLIER, H., Das Ende der Zeit, Freiburg/Br. 1971.

 


Liturgiewissenschaft – Dozent: Dr. Sven Boenneke

Sakramente und Kasualien II

 „Das ganze liturgische Leben der Kirche kreist um das eucharistische Opfer und um die Sakramente“ (KKK 1113, vgl. SC 6). Dementsprechend folgt der Vorlesung über die hl. Messe im Wintersemester nun diejenige über Sakramente und Kasualien. Die jeweilige Feier wird in ihrer historischen Entwicklung dargestellt und ihre heutige Form liturgietheologisch und pastoral erschlossen, denn die „Sakramente sind hingeordnet auf die Heiligung der Menschen“ (SC 59). (2 SWS)

Literatur:                                                                                                                     ADAM, A., Grundriß Liturgie, Freiburg/ Br. 1985.                    Benediktionale. Studienausgabe für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes, Freiburg/ Br. 1978.                            BUGNINI, A., Die Liturgiereform. 1948-1975. Zeugnis und Testament, Freiburg/ Br. 1988.                                                                    Chupungco, A. (Hg.), Sacraments and Sacramentals, bei: Handbook for Liturgical Studies IV, Collegeville 2000.                                                   Die Feier der Buße, Freiburg/ Br. 1974.                                                            Die Feier der Firmung, Freiburg/ Br. 1973.                                                     Die Feier der Kindertaufe, Freiburg/ Br.22007.                                            Die Feier der Krankensakramente, Freiburg/ Br. 32005.                        Die Feier der Trauung, Freiburg/ Br. 21992.                                                   Die kirchliche Begräbnisfeier, Freiburg/ Br. 1972.                                     Die kirchliche Begräbnisfeier, Freiburg/ Br. 22009.                                     Die Weihe des Bischofs, der Priester und der Diakone. Pontifikale I. Handausgabe … , Freiburg/ Br. 1994.                                                       KLEINHEYER, B., Sakramentliche Feiern I, bei: Gottesdienst der Kirche. Handbuch für Liturgiewissenschaft 7/I, Regensburg 1989.                                                                                                                                  Ders., SEVERUS E. v., KACZYNSKI, R., Sakramentliche Feiern II: Gottesdienst der Kirche 8, Regensburg 1984.                                 MEßNER R., Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn, München u.a. 2009                                                                                                    Ders., KACZYNSKI, R, Sakramentliche Feiern I/2, bei: Gottesdienst der Kirche … 7/II, Regensburg 1992.

 


Moraltheologie – Dozent: Prof. Dr. Clemens Breuer

 Grundlegung der Moraltheologie (I und II),                               Gegenstand und Methode der Moraltheologie,                                   Blick in die Geschichte der Moraltheologie,                                               Die Erkenntnisquellen der Moraltheologie: Glaube und Vernunft (Teil I)                                                                                                                                    Die Frage nach der Bedeutung der Worte „gut“ und „böse“, „gut“ und „schlecht“ gehört zu den ältesten Fragen der Menschheit. Die Frage nach der Sittlichkeit gehört somit unleugbar auch zur Theologie. Die Theologie muss sich deshalb nicht nur um die Erkenntnis der geoffenbarten Wahrheit bemühen, sondern dem Menschen zugleich auch zeigen, wie er sein Leben nach dem Willen und Plan Gottes gestalten kann bzw. soll. „Die Moral ist jener Teil der Theologie, in dem die Normen des freien menschlichen Handelns im Lichte der Offenbarung erforscht werden.“ (F. Böckle) In der Vorlesung soll eingehend nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen der Moraltheologie und der Moralphilosophie gefragt werden. Unabdingbar sind im Weiteren Einblicke in die Geschichte der Moraltheologie, die bisweilen auch als „unruhige“ Disziplin bezeichnet wird. Erst vor dem Hintergrund der Geschichte wird erkennbar, in welcher Art und Weise und mit welchen Inhalten moraltheologisches Sprechen und Handeln in unserer Zeit gerechtfertigt ist bzw. unabdingbar erscheint. Dass die beiden Erkenntnisquellen der Moraltheologie, Glaube und Vernunft, hierbei eine entscheidende Gewichtung erhalten müssen, wird eingehend angesprochen. Vieles spricht dafür, in der heutigen Zeit die „Perspektive der Moral“ anhand des Paradigmas einer „Tugendethik“ zu begründen (vgl. M. Rhonheimer, E. Schockenhoff etc.). (3,5 SWS)

Literatur:                                                                                                                     Enzyklika „Fides et ratio“ von Johannes Paul II. über das Verhältnis von Glaube und Vernunft (= Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls, Nr. 135), Bonn 1998 (6. Auflage 2008).                                  BÖCKLE, F., Grundbegriffe der Moral. Gewissen und Gewissensbildung, Aschaffenburg 8. Auflage 1977.                        BREUER, C. (Hg.): Ethik der Tugenden. Menschliche Grundhaltungen als unverzichtbarer Bestandteil moralischen Handelns, St. Ottilien 2000.                                                                          PIEGSA, J., Der Mensch – das moralische Lebewesen. Fundamentale Fragen der Moraltheologie, St. Ottilien 1996.                           RATZINGER, J., Kirchliches Lehramt – Glaube – Moral, in: Ders., Prinzipien Christlicher Moral, Einsiedeln 1975, S. 41-66. RHONHEIMER, M., Die Perspektive der Moral. Philosophische Grundlagen der Tugendethik, Berlin 2001.                SCHOCKENHOFF, E., Naturrecht und Menschenwürde. Universalistische Ethik in einer geschichtlichen Welt, Mainz 1996. SCHOCKENHOFF, E., Grundlegung der Ethik. Ein theologischer Entwurf, Freiburg/Br. 2007.                                                               SPAEMANN, R., Moralische Grundbegriffe, München, unveränderte 8. Auflage 2009 (1. Auflage 1982).

 


AT-Exegese – Dozent: Prof. Dr. Oliver Dyma

 Die Schöpfung                                                                                                                   Zu den Basiskategorien theologischen Nachdenkens gehört die Vorstellung der Schöpfung. Wir verstehen die Welt als Schöpfung, uns selbst als Geschöpfe, als aus dem Schöpferwillen Gottes entsprungen. Die beiden Schöpfungstexte der Genesis gehören zu den bekanntesten Texten des Alten Testaments überhaupt, da sie in der Liturgie, im Unterricht, aber auch in der künstlerischen Rezeption ihren Platz haben. Aussagen über Gott als Schöpfer und seine Schöpfung finden sich aber auch in anderen, oft unbekannten Texten: In den Ijob-Dialogen wird die Unbegreiflichkeit der Schöpfung thematisiert, Deuterojesaja formuliert die monotheistische Spitzenaussage „Ich erschaffe das Licht und mache das Dunkel, ich bewirke das Heil und erschaffe das Unheil.“ (Jes 45,7)                                                                                                                                        Die Welt als Schöpfung zu verstehen heißt daher auch zu fragen, wie das Verhältnis Gottes zu dieser Schöpfung ist, zu fragen, woher das Unheil in der Welt kommt, aber auch darüber nachzudenken, wie der Mensch in seinem Verhältnis zu Gott und zur Welt gesehen wird. Die Autoren der Priesterschrift haben dafür die nachhaltig wirksame Vorstellung der Gottebenbildlichkeit entwickelt.                      Das Alte Testament hat Konzeptionen aus seiner Umwelt aufgegriffen und verarbeitet. Wir werden verschiedene biblische Texte mit ihrer jeweiligen Schöpfungstheologie kennen lernen und, um diese besser zu verstehen, uns mit den Mythen und Bildern der altorientalischen Umwelt auseinandersetzen.                                       Gerade bei den Schöpfungstexten wird die Hermeneutik biblischer Texte besonders deutlich (Stichworte: Kreationismus, sog. Neuer Atheismus). Wir beschäftigen uns daher auch mit solchen Fragen: Wie können wir diese Texte heute noch verstehen, wie ist ihr Verhältnis zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen? (3 SWS)

Literatur:
SCHMID, K. (Hg.), Schöpfung (Themen der Theologie 4; utb 3514), Tübingen 2012.
KEEL, O., SCHROER, S., Schöpfung. Biblische Theologien im Kontext altorientalischer Religionen, Göttingen – Freiburg/CH 2002 (2. Auflage 2008).
Themenheft „Schöpfung – Gabe und Aufgabe“: Bibel und Kirche 60 (2005), Heft 1.
JEREMIAS, J., Theologie des Alten Testaments, GAT/ATD.E 6, Göttingen 2015.                                                                                                 JANOWSKI, B., Tempel und Schöpfung. Schöpfungstheologische Aspekte der priesterlichen Heilig­tumskonzeption, in: ders., Gottes Gegenwart in Israel, Neukirchen-Vluyn 1993, 214–246.              SMITH, M.S., The Priestly Vision of Genesis 1, Minneapolis 2010. BOORER, S., The Vision of the Priestly Narrative. Its Genre and Hermeneutics of Time, Ancient Israel and its Literature 27, Atlanta 2016.                                                                                                              GUILLAUME, PH., Land and Calendar. The Priestly Document from Genesis 1 to Joshua 18, LHBOT 391, New York 2009.                    BLUM, E., Noch einmal: Das literargeschichtliche Profil der P-Überlieferung, in: F. Harten­stein/K.                                                     SCHMID (Hg.), Abschied von der Priesterschrift? Zum Stand der Pentateuchdebatte, VWGTh 40, Leipzig 2015, 32–64.                    LEVIN, CH., Die Priesterschrift als Quelle. Eine Erinnerung, in: ebd., 9–31.

 


Kirchenrecht – Dozent: Prof. Dr. Christoph Ohly

Kirchliches Verfassungsrecht II

Inhalt (cc. 330-367.431-459 CIC): Der zweite Teil der Vorlesung „Kirchliches Verfassungsrecht“ knüpft an die Vorlesung aus dem vergangenen Semester an und setzt die Überlegungen zur rechtlichen Struktur der Kirche fort. Die Grundeinsicht, dass das Verfassungsrecht gemäß der ekklesiologischen Lehre des II. Vatikanischen Konzils nicht nur die innere Ausgestaltung der Kirche gemäß göttlicher Offenbarung in den Blick zu nehmen, sondern auch das Grundverständnis der Katholischen Kirche im ökumenischen Zusammenhang der ganzen Christenheit zu erörtern hat, bleibt der notwendige Leitgedanke. Im Mittelpunkt der Überlegungen werden folgende Themen stehen: das Verhältnis von Universal- und Partikularkirche sowie Struktur und Organe der Gesamtkirche und der Teilkirchenverbände.

Rechtsquellen:                                                                                                          Codex Iuris Canonici, Lat.-dt. Ausgabe, Kevelaer 82017 (= CIC). Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, Lat.-dt. Ausgabe, Paderborn 2000 (= CCEO).

Literatur:                                                                                                                             Die Literatur wird jeweils in der Vorlesung angegeben.                           Als Grundlagenliteratur gilt:                                                                    AYMANS, W., MÖRSDORF, K.  Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici, Paderborn u.a. 131997 (Band 2), besonders §§ 58-71.                                                                                                FRHR. V. CAMPENHAUSEN, A., RIEDEL-SPANGENBERGER, I., SEBOTT R., (Hg.): Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bde. I-III, Paderborn u.a. 2000, 2002, 2004.                                                      HAERING S., REES, W., SCHMITZ, H., (Hg.), Handbuch des katholischen Kirchenrechts (3. Aufl.), Regensburg 2015, besonders §§ 26-34.                                                                                                                 LÜDICKE, K., (Hg.): Münsterischer Kommentar zum Codex Iuris Canonici unter besonderer Berücksichtigung der Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Loseblattwerk, Essen 1985 ff.                                                                                                                      PUTTER, B., Das Kollegialitätsprinzip der Bischöfe im heutigen Kirchenrecht (= MKCIC, Beiheft 69), Essen 2014.

Rechtliche Ordnung des Verkündigungsdienstes                                 Inhalt (cc. 747-833): Das dritte Buch des CIC/1983 widmet sich einem der beiden zentralen Normenbereiche der kirchlichen Sendung, der Verkündigung des Wortes Gottes. In ihrem Verkündigungsdienst richtet sich die Kirche sowohl an jene, die zur Begegnung mit Gott gerufen werden sollen, als auch an jene, die bereits durch die Taufe in die Kindschaft Gottes geführt wurden. Aus diesem inneren und äußeren Wesen der kirchlichen Verkündigung ergeben sich die fünf Titel des Buches, die sich auf die Wortverkündigung beziehen und Gegenstand der Vorlesung sind: Dienst am Wort Gottes, Missionstätigkeit der Kirche, Katholische Erziehung, Soziale Kommunikationsmittel (insbesondere Bücher) und Ablegung des Glaubensbekenntnisses.

Rechtsquellen:                                                                                                         Codex Iuris Canonici, Lat.-dt. Ausgabe, Kevelaer 82017 (= CIC/1983).                                                                                                                  Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, Lat.-dt. Ausgabe, Paderborn 2000 (= CCEO).

Literatur:                                                                                                                             Die Literatur wird jeweils in der Vorlesung angegeben.                           Als Grundlagenliteratur gilt:                                                                      AYMANS, W., MÖRSDORF K., Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici, Bd. 3, Paderborn u.a. 132007, besonders §§ 107-118.                                                                                          FRHR. V. CAMPENHAUSEN, A., RIEDEL-SPANGENBERGER, I., SEBOTT R., (Hg.): Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bde. I-III, Paderborn u.a. 2000, 2002, 2004.                                               HAERING S., REES, W., SCHMITZ H. (Hg.), Handbuch des katholischen Kirchenrechts (3. Aufl.), Regensburg 2015, besonders §§ 62-70.                                                                                                                 HAERING S., SCHMITZ, H. (Hg.): Lexikon des Kirchenrechts, Freiburg-Basel-Wien 2004.                                                                     LÜDICKE, K. (Hg.): Münsterischer Kommentar zum Codex Iuris Canonici unter besonderer Berücksichtigung der Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Loseblattwerk, Essen 1985 ff.

 


Religionspädagogik – Dozentin: Dr. phil. Annemarie Piller

 Religionspädagogik II :

Theorien und Methodenkonzepte zwischen Schulunterricht und Katechese                                                                                                      Kommentar: Das Fach Religionspädagogik ist als Teilfach des Bereichs der praktischen Theologie neben seiner Ausrichtung auf die Religionslehrerausbildung auch verpflichtend für das Studium im Rahmen der Priesterausbildung, sofern auch hier der Religionsunterricht bzw. die Religionslehre – traditionell eng verwandt mit der klassischen Katechese – über die Schule hinaus einen eigenen Stellenwert innehat. Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist die Religionspädagogik schon auf fachwissenschaftlicher Ebene interdisziplinär ausgelegt, mit den Schwerpunkten Theologie, Psychologie und Pädagogik, was für das Theologiestudium z.T. die fächerübergreifende Einblicknahme in andere Wissenschaften erfordert.                                                                                                                             Die Vermittlung des Fachs Religionspädagogik im Rahmen des Studium Rudolphinum ist demzufolge zweigliedrig, verteilt auf zwei Semester mit je einer Vorlesung zu je zwei Wochenstunden: a) als Grundlegung/Einführung, b) als Aufbau- bzw. Vertiefung.                    Das bedeutet für das SS 2018 unter dem Titel Religionspädagogik II die vertiefende Behandlung religionspädagogischer Kernbereiche mit den Schwerpunkten religionspädagogische und -didaktische Standardtheorien und Methodenkonzepte („Grundlagen für den Schulunterricht“); pfarr- und diözesanzentrierte Katechese („Jugendarbeit und Jugendpastoral; Erwachsenenbildung“ – d.h. in der Praxis: Kommunion- u. Firmvorbereitung, Ministrantenarbeit, Tauf- u. Ehevorbereitung sowie christliche resp. katholische Bildungsarbeit). (2 SWS)

Literatur:                                                                                                                 HILGER, G., LEIMGRUBER S., ZIEBERTZ H.-G., Religionsdidaktik: Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf/ Unter Mitarbeit von Matthias Bahr, Stefan Heil et al. Neuausgabe, vollst. überarb. 6. Aufl. (1. Aufl. 2001) München: Kösel-Verl. 2010. [Standardwerk Kathol. Theol.].                                                                                                        ADAM, G., LACHMANN, R., ROTHGANGEL M. (Hrsg.), Religionspädagogisches Kompendium: Grundlegung u. Kontexte ethischer Urteilsbildung. 8. Aufl. Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht, 2014. [Standardwerk Evang. Theol.].                                       Die entsprechenden Verlautbarungen der Deutschen Bischöfe ab der Würzburger Synode von 1974.                                                              Lexikon für Theologie und Kirche: Stichworte „Erwachsenenbildung“, „Gemeindekatechese“. [LthK]. Bd. 4, Freiburg i. Br. ; Basel etc. : Herder, 1995.

 


Homiletik – Dozent: Dr. Werner Schrüfer

 „Gegenwärtig ist er in seinem Wort“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution, Kap. 7) Homiletik – Theologische und praktische Einführung in das Geschehen christlicher Verkündigung

Beschreibung: Die Vorlesung setzt sich das Ziel, Theorie und Praxis christlicher Verkündigung einer umfassenden theologischen Bestandsaufnahme zu unterziehen, wobei der Begriff „Verkündigung“ die ganze Bandbreite öffentlicher und geistlicher Redesituationen beinhaltet.  Zugleich wird von jedem Teilnehmer erwartet, eine Ansprache zu erarbeiten und vorzutragen sowie sich diesbezüglich einer (internen) Analyse zu stellen.                                     Zur Vorbereitung und Grundlegung empfehle ich das aufmerksame Erleben von Situationen öffentlicher Rede und konzentriertes Hören sonntäglicher Predigten. (2 SWS)

Literatur:                                                                                                                   SCHÜEPP (Hg.), Handbuch zur Predigt, Zürich-Einsiedeln-Köln 1982.                                                                                                                          ZERFAß, R., Grundkurs Predigt, Bde. I und II, Düsseldorf 1987 und 1992.                                                                                                                              ROTH, U., SCHÖTTLER, H.-G., ULRICH, G. (Hg.), Sonntäglich. Zugänge zum Verständnis von Sonntag, Sonntagskultur und Sonntagspredigt (= Ökumenische Studien zur Predigt 4), München 2003.                                                                                                                              THIELE M., Geistliche Beredsamkeit. Reflexionen zur Predigtkunst, Stuttgart 2004.                                                                                         ENGEMANN, W., LÜTZE F. M. (Hg.), Grundfragen der Predigt. Ein Studienbuch, Leipzig22009.                                                                              VOGT, F., Predigen als Erlebnis. Narrative Verkündigung. Eine Homiletik für das 21. Jahrhundert, Neukirchen-Vluyn 2009.    Apostolisches Schreiben EVANGELII GAUDIUM des Heiligen Vaters Papst Franziskus (= Verlautbarungen des Apostolischen Stuhles, Nr. 194).                                                                                                                         WOLLBOLD, A., Predigen. Grundlagen und praktische Anleitung,  Regensburg 2017.

 


NT-Exegese – Dozent: Prof. Dr. Hans-Ulrich Weidemann

Der erste Korintherbrief                                                                                         Der erste Korintherbrief gewährt uns einen einmaligen Einblick in das Leben und die Probleme einer jungen christlichen Gemeinde in einer Großstadt des römischen Reiches. Der Apostel Paulus, der sie auf seiner sog. zweiten Missionsreise Anfang der 50er Jahre gegründet hatte, beantwortet mit diesem Brief einige Fragen, die ihm von der Gemeinde offenbar schriftlich gestellt wurden. Diese Fragen bezogen sich auf Askese, Ehe und Sexualität (7,1) und auf die Jungfrauen (7,25), auf den Umgang mit Götzenopferfleisch (8,1), auf die Geistesgaben (12,1), auf die Totenauferstehung (15,12) sowie auf die Kollekte für die Urgemeinde in Jerusalem (16,1). Darüber hinaus nimmt der Apostel, den auch auf mündlichem Wege Nachrichten aus der Gemeinde erreichen, zu einer Reihe von Themen Stellung, die ihm selbst wichtig sind. So sind ihm als Gemeindegründer und Apostel Jesu Christi die sozialen und theologischen Spaltungen ein Dorn im Auge, die unter den Christen in Korinth herrschen. Äußerst kritisch sieht er die Ansätze einer triumphalen Herrlichkeitstheologie, die den Gekreuzigten aus dem Blick geraten lässt, aber auch das Verhalten mancher Frauen im Gottesdienst sowie die seiner Meinung nach „unwürdige“ Feier des Herrenmahles.                                                                                                              Diese Fragen und Probleme, die zumindest teilweise nach wie vor die unsrigen sind, nimmt der Apostel zum Anlass, am Leitfaden des „Wortes vom Kreuz“ (1,18) grundlegende Erwägungen anzustellen und Entscheidungen zu treffen. Dass er dies auf argumentativem Wege tut, seine Gemeinde als geistbegabt und einsichtig ernst nimmt, macht das Studium des 1Kor bis zum heutigen Tage zu einem Exerzitium theologischer Schriftlektüre. (2 SWS)

Literatur:                                                                                                      Kommentare zum 1. Korintherbrief (Auswahl):                                KLAUCK, H.-J., 1. Korintherbrief (NEB.NT 7) Würzburg 31992.          LANG, F., Die Briefe an die Korinther (NTD 7) Göttingen 21994.      LINDEMANN, A., Der erste Korintherbrief (HNT 9) Tübingen 2000.                                                                                                                          MERKLEIN, H., GIELEN, M., Der erste Brief an die Korinther I–III (ÖTK 7) Gütersloh u.a. 1992.2000.2005.                                                       PETERSON, E., Der erste Brief an die Korinther und Paulusstudien, hg. v. H.-U. Weidemann (Ausgewählte Schriften 7) Würzburg 2006.    SCHOTTROFF, L., Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth (Theologischer Kommentar zum Neuen Testament 7), Stuttgart 2013.                                                                                                                            SCHRAGE, W., Der erste Brief an die Korinther I–IV (EKK VII/1–4) Zürich u.a. 1991.1995.1999.2001.                                                             STROBEL, A., Der Brief an die Korinther (ZBK.NT 6/1) Zürich 1989.                                                                                                                                 WOLFF, C., Der erste Brief des Paulus an die Korinther (ThHK 7) Berlin 22000.                                                                                                               ZELLER, D., Der erste Brief an die Korinther (KEK) Göttingen 2010.

Weitere Literatur zur Einführung:                                                              BROER, I., WEIDEMANN, H.-U., Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 42016, 334–355.                                                                                     SCHMELLER, TH., Der erste Korintherbrief, in: M. Ebner/S. Schreiber (Hg.), Einleitung in das Neue Testament, Stuttgart 2008, 303–325.                                                                                                        WISCHMEYER, O. (Hg.), Paulus. Leben – Umwelt – Werk – Briefe, Tübingen 2006, v.a. 138–163.                                                                        WOLTER, M., Paulus. Ein Grundriss seiner Theologie, Neukirchen-Vluyn 2011.